Eiger Mönch und Jungfrau - von G. Fedrigoli
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V-Projekt der Jungfraubahn
18.10.19 | Giovanni Fedrigoli
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Das V-Projekt
18.10.2019

V-Projekt der Jungfraubahn

Giovanni Fedrigoli
Partner und Mitglied der Geschäftsleitung, VR-Mitglied
Giovanni Fedrigoli

Das V-Projekt ist ein wichtiger Bestandteil der neuen Vision der Jungfraubahn

Die Jungfraubahn Holding AG befindet sich in einer spannenden Phase ihrer Unternehmungsgeschichte, da sie ein einmaliges Investitionsprojekt verwirklicht. Ihr V-Projekt ist in der Realisierung bereits weit fortgeschritten.

Der Kern der Jungfraubahn Holding AG ist natürlich das Jungfraujoch, das 75% des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Mit dem Bau von zwei Seilbahnen (das V-Projekt), von Grindelwald auf den Eigergletscher (der sogenannte Eigerexpress) und von Grindelwald auf den Männlichen, will man folgende Hauptziele erreichen: Eine verkürzte Reisezeit auf das Jungfraujoch, eine Erhöhung der Transportkapazität, eine bessere Steuerung der Auslastung auf dem Jungfraujoch und mit der neuen Männlichenbahn die Skifahrer schneller ins Skigebiet bringen. Auf dem Jungfraujoch bleibt der Platz begrenzt, da kein grosser Ausbau möglich ist. Aus diesem Grund dürfte die Besuchermenge, die sich zur gleichen Zeit auf dem Jungfraujoch aufhalten wird, trotz höherer Transportkapazität gleich bleiben.

Das V-Projekt ist ein wichtiger Bestandteil der neuen Unternehmungsvision: Die Jungfraubahn Holding AG will sich zu einem umfassenden Freizeitanbieter wandeln. Entsprechend werden das Shoppingangebot und die Gastronomie bei der Station in Grindelwald und auf der kleinen Scheidegg erhöht. Das gesamte V-Projekt dürfte laut Planung 320 Mio. CHF kosten. Per Mitte 2019 wurden 195 Mio. CHF investiert. „Der Eigerexpress inklusiv Parkhaus und Terminal mit Shops, Food und Skidepot wird am 12. Dezember 2020 eröffnet. Durch die Teilöffnung der V-Bahn wird der Wintersport bereits ab der Saison 2019/2020 eine Attraktivitätssteigerung erfahren“ schreibt das Management im Halbjahresbericht.

Die Jungfraubahn Holding AG hat einen selten gesehenen unternehmerischen Vorteil, von dem auch ihre Aktionäre profitieren: Die Jungfraubahn besitzen das alleinige Recht, Touristen auf das Jungfraujoch zu transportieren. Ein konkurrenzloses, einmaliges Angebot mit entsprechender Preismacht des Anbieters.

Youtube Video: V-Projekt

Das Meisterbauwerk:
Das Jungfraujoch ist die höchste Eisenbahnstation Europas. Die Tunnelstation liegt auf 3‘454 Meter. Die Bahnstrecke ist 9.34 Kilometer lang und überwindet 1400 Höhenmeter. Der Bau der Bahnstrecke begann 1896. Seit 1912 führt die Zahnradbahn von der Kleinen Scheidegg durch Eiger und Mönch bis auf das Jungfraujoch. Der Bau kostete 16 Millionen Schweizerfranken. 1912 benutzten 77‘000 Personen die Jungfraubahn. 2018 verzeichnete das Jungfraujoch mit 1‘067‘000 Besuchern einen neuen Rekord.

Finanzen:
Im Geschäftsjahr 2008 erzielte die Jungfraubahn Holding AG einen Jahresumsatz von 134.717 Mio. CHF und einen Jahresgewinn von 20.979 Mio. CHF. Zehn Jahre später, im Geschäftsjahr 2018, erreichte der Jahresumsatz 212.8 Mio. CHF und der Jahresgewinn 47.8 Mio. CHF. Die Geschäftsbereiche Jungfraujoch, Erlebnisberge (Bahnen auf den Harder Kulm, nach First und Winteregg-Mürren), Wintersport und übrige Segmente (eigenes Kraftwerk, Parkhaus Lauterbrunnen etc.) bilden die Jungfraubahn Holding AG. Im letzten Geschäftsjahr generierte der Bereich Jungfraujoch 65% des Gesamtumsatzes. Per Ende 2018 beschäftigte die Jungfraubahn Holding AG 600 Mitarbeiter.

Dieser Kommentar/Bericht zur Jungfraubahn Holding AG sollte nicht als Aktienkauf-Empfehlung von der AarauInvest AG verstanden werden. Wenn Sie unsere Anlagestrategie unverbindlich kennenlernen möchten, bitten wir Sie, mit uns direkt in Kontakt zu treten.

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